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2.6 Lebensdauer von Variablen

2.6 Lebensdauer von Variablen

Variablen sind Kurzzeitspeicher in Java, man könnte sie auch als Zwischenspeicher benennen.
Variablen sind also nur dazu da Daten kurzzeitig zwischenzuspeichern.
Wie das Attribut „kurzzeitig“ schon sagt haben Variablen nur eine begrenzte Lebensdauer. Wir wollen uns in diesem Kapitel einmal darum beschäftigen wie lange Variablen leben und wie diese definiert werden müssen, damit man sie nutzen kann.

Eines vorweg:

Variablen sind nicht dazu gedacht Daten lange unter zu speichern. Wollt ihr in eurer App Daten über längere Zeit speichern solltet ihr auf andere Methoden zurückgreifen. Variablen werden innerhalb eines Programmes oder einer App genutzt, um Daten während der Laufzeit des Programmes zu speichern, denn diesen Zwischenspeicher zu verwenden ist deutlich schneller, als alle Daten auf der Festplatte zu sichern.
Da wären wir auch schon beim ersten Punkt, den ich gerne vorweg nehmen möchte. Variablen überleben in Java nur so lange, wie das Programm oder die App ausgeführt wird. Wird das Programm oder die App geschlossen ist auch die Lebensdauer von Variablen zu ende und der Inhalt wird gelöscht.

Lebensdauer von Variablen:

Nun zu der eigentlichen Erklärung.
Wie wir bereits in Kapitel 2.5 Methoden und Klassen gelernt haben werden eben diese immer mit einem „{“ begonnen und mit ebenfalls einem „}“ wieder geschlossen.
Nun beträgt die Lebensdauer einer Variable genau den Bereich zwischen dem ersten Initialisieren und dem „}“ der Methode oder Klasse, in dem diese Variable initialisiert wurde.

Als Beispiel definieren wir einmal eine Variable i und eine Variable a.
Variable i wurde innerhalb der Klasse definiert und ist somit in allen Methoden der Klasse und natürlich in der Klasse selber verfügbar.
Variable a hingegen initialisieren wir innerhalb der Methode „test“ und somit ist a nur innerhalb dieser Methode verfügbar.

public class Testklasse(){

   // Globale Variable
   public int i = 0;

   //Variable i ist hier verfügbar, da sie global ist.

   public void test(){
      int a = 0;
      //Variable a ist hier verfügbar.
      //Variable i ist hier verfügbar, da sie global ist.
   }

   //Variable a ist hier NICHT mehr verfügbar.
   //Variable i ist hier verfügbar, da sie global ist.

}

Die Variable i nennt sich auch globale Variable, weil die global verfügbar ist. Die Variable a hingegen wird lokale Variable genannt, weil diese nur lokal für die Methode „test“ zur Verfügung steht.

Überladen von Variablen:

Variablen können überladen werden. Das heißt so viel wie, dass eine Variable b global in einer Klasse definiert wurde und in einer Methode dieser Klasse eine neue Variable mit dem Namen b definiert ist.
Es wird innerhalb der Methode immer die Variable genutzt, die innerhalb der Methode definiert wurde. So kann man global der Variable b den Wert 1 zuweisen und lokal den Wert 5, während b global immer noch existent bleibt.
Wir verdeutlichen dies am besten an einem Beispiel:

public class Testklasse(){

   // Globale Variable
   public int b = 1;

   //Variable b ist hier = 1.

   public void test(){
      int b = 5;
      //Variable b ist hier = 5.
   }

   //Variable b ist hier immer noch 1, da sie erhalten bleibt.
   //Variable b ist hier NICHT mehr 5, da sie nur lokal innerhalb der Funktion "test" definiert war.

}

Marvin

Ich bin 23 Jahre jung und studiere zurzeit Wirtschaftsinformatik an der Georg-August-Universität in Göttingen. Ich bin ein Mensch, der sich neben der Programmierung noch für tausend andere Dinge interessiert, die mal mehr und mal weniger verrückt sind. Vor allem aber bin ich Feuer und Flamme mit der Programmierung von eigenen kleinen Apps und Programmen, die mein Leben bereichern.

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