Apps für Android programmieren leicht gemacht!
7 Tipps für bessere Bewertungen im Google PlayStore

7 Tipps für bessere Bewertungen

Bereits vor Kurzem haben wir ein paar weiterführende Tipps gegeben, um der eigenen App zu mehr Downloads zu verhelfen.

In diesem Artikel soll es nun weitere Tipps, für den Erfolg der eigenen Android App im Google PlayStore geben.
Dazu versuchen wir Informationen darüber zu vermitteln, wie wir mehr Bewertungen erhalten und damit unsere Reputation steigern.
Bewertungen und vor allem positive Bewertungen sind ein großer Schritt Richtung erhöhter Downloadzahlen, denn immerhin können unsere potentiellen Nutzer über diesen Weg abschätzen, wie gut oder schlecht unsere App ist.

Des weiteren wird dem potentiellen Nutzer ja direkt und ohne scrollen zu müssen angezeigt, welche Bewertung die App von 1-5 Sternen hat.
Diese Bewertung ist somit ein wichtiger Indikator für die Qualität der App und verhilft uns bei guten Bewertungen zu mehr Downloads.

 

Tipp 1 – Design anpassen:

Ich habe es in einem vorigen Artikel bereits erwähnt, aber ein modernes, schlichtes und übersichtliches Design der eigenen App sagt viel aus.
Der Nutzer ist eher dazu geneigt, eine positive Bewertung zu vergeben, wenn die Android App grafisch ansprechend ist.
Dabei ist es für den Nutzer nicht direkt ersichtlich, was bei der App am Funktionen unter der Haube stecken und wie sehr diese optimiert ist.
Natürlich sollte es nicht unser Ziel sein, eine App zu erstellen, die schön aussieht, aber nichts kann. Die Optimierung und Funktionserweiterung sollte allerdings erst in zweiter Instanz (nach der Veröffentlichung) angepackt werden.

So paradox dieser Tipp auch klingen mag, aber ob eine optimierte App nun pro Stunde 2% weniger Akku verbraucht fällt dem Nutzer nicht so sehr ins Auge, wie ein ansprechendes Design.
Eine sehr umfangreiche App wird uns bei der Bewertung kaum etwas bringen, wenn der Nutzer die Funktionen nicht auf anhieb findet.

Tipps für ein ansprechendes Design findet ihr direkt auf einer Seite von Google. -> Designrichtlinien

 

Tipp 2 – Intuition:

Bei diesem Tipp greife ich in ähnlicher Form den ersten Punkt wieder auf.
Intuition ist das A und O in der Programmierung einer funktionalen App.
Versucht eure Apps so intuitiv wie möglich zu gestalten. Ein Nutzer sollte die App zum ersten mal öffnen und direkt wissen, wie er was zu bedienen hat und wo er entsprechende Funktionen/Bereiche findet.

Die Produkte von Apple sind hier ein perfektes Paradebeispiel.
Meine Großeltern kommen nur schwer mit einem Android Smartphone zurecht und ständig wird man gerufen, weil etwas nicht so funktioniert, wie gewollt.
Bei Apple Produkten (vor allem dem iPhone) werden meine Kenntnisse für die Einrichtung benötigt, anschließend wird das Gerät zu einem Selbstläufer.
Ich möchte euch um Gottes Willen nicht dazu raten die App mit dem Design der Apple Geräte auszustatten, denn dies kommt bei Android Nutzern in der Regel nicht gut an. Es geht mir viel mehr, um die Vereinfachung des Arbeitsprozesses mit der App.

 

Tipp 3 – Ähnlichkeit:

In diesem Tipp möchte ich euch dazu raten ein und die selbe App zwar für Geräte mit verschiedenen Bildschirmgrößen zu optimieren, aber immer ähnlich zu halten.
Nehmen wir an unsere App soll sowohl auf Smartphone, als auch auf Tablets lauffähig sein. Wir müssen normalerweise also auf einem Smartphone mit einem verkleinerten Display auskommen und dennoch alle Dinge darstellen.
Eine Möglichkeit mit diesem verminderten Platzangebot umzugehen wäre es Icon, Menüs oder ähnliches auf dem Smartphone zu verstecken oder zu entfernen.
Ich halte dies für den falschen Weg. Auch hier gilt: Fühlt sich der Nutzer wohl wird seine Bewertung bei einem Fehler der App nicht so hart ausfallen.

Ich finde übrigens, dass Google diesen Zwiespalt mit der YouTube App recht gut gelöst hat.

YouTube App - Smartphone
YouTube App – Smartphone

 

YouTube App - Tablet
YouTube App – Tablet

 

Tipp 4 – Auf Kritik und Probleme antworten:

Bereits in dem vorgegangenen Artikel habe ich angesprochen, dass es essentiell ist auf bereits bestehende Bewertungen zu reagieren.
Es macht immer einen guten Eindruck, wenn der Entwickler einer App auf die Kritik der Nutzer reagiert.
Diese Art der Kommunikation mit den Nutzern zeigt, dass sie sich eine App in aktiver Entwicklung herunterladen und ihre Wünsche erhört werden.
Zusätzlich impliziert dies, dass der Nutzer Teil der Entwicklung ist und kein „x-beliebiger dummer Kunde“.

Aber bitte antworte nicht auf jede Bewertung, dass macht wiederrum keinen guten Eindruck mehr und nervt eher.
Zu viele Antworten lenken von den wichtigen Antworten ab. Denen in den du auf Probleme eingehst und der Vorteil ist dahin!

 

Tipp 5 – Testphasen anbieten:

Google selber gibt zu diesem Tipp an, dass man in einer Account- und/oder Gebührenpflichtigen App versuchen sollte Testphasen einzurichten, in denen die Nutzer ohne Registrierung in die App schnuppern können.

Persönlich finde ich diesen Tipp nicht sonderlich produktiv.
Klar die Hemmschwelle sich bei einer App zu registrieren, die man vorher nicht test konnte ist hoch. Den Aufwand, in einigen Anwendungsbeispielen, eine Testphase ohne Registrierung anzubieten rechtfertigt dies meiner Meinung nach nicht. Auch klar ist, dass eine Testphase ohne Verpflichtungen die Nutzerzufriedenheit steigert, aber dies ist im Gegensatz zu einem Design keine bleibende Wirkung.

 

Tipp 6 – Neue Designs stufenweise einführen:

Vielleicht etwas unkonventionell, aber dennoch hilfreich.
Versuche neue Designs und komplette App Umbauten stufenweise durchzuführen. Nichts ist schlimmer, als wenn man seine App updated und der Entwickler hat alles was man kannte an andere Stellen verschoben. Oftmals endet diese Irritation in Bewertungen à la „Vorher war es schöner.“, „Ich finde nichts mehr wieder.“ oder „Das sieht scheiße aus.“.
Vielleicht ein Update alle 14 Tage, bei denen mal die Farbgebung, anschließend mal die Menüposition geändert wird, usw.

 

Tipp 7 – Um Bewertungen bitten:

Es ist immer hilfreich, dem Nutzer eine Art Pop-Up anzuzeigen, um ihn an eine mögliche Bewertung zu erinnern.

Aber und zwar ein großes ABER: Ihr dürft den Nutzer nicht alle 10 mal App öffnen nach einer Bewertung fragen!
Auch ist es nach den Richtlinien von Google verboten die Nutzer erst dann eine Funktion zu ermöglichen, wenn dieser eine Bewertung abgegeben hat.
Eine Grauzone stellt die Belohnung mit InApp-Gütern da, wenn eine Bewertung abgegeben wird.

Wenn ihr auf Nummer sicher gehen wollt, dann fragt maximal 2 mal nach einer Bewertung. Vergebt dafür keine Funktionen, Güter oder Boni.
Am besten auch erst nachdem der Nutzer die App mindestens 20 mal benutzt hat oder nach ca. 10 Tagen.
Man muss die App ja auch erst einmal kennenlernen, bevor man sie bewerten kann.

 

Marvin

Ich bin 23 Jahre jung und studiere zurzeit Wirtschaftsinformatik an der Georg-August-Universität in Göttingen. Ich bin ein Mensch, der sich neben der Programmierung noch für tausend andere Dinge interessiert, die mal mehr und mal weniger verrückt sind. Vor allem aber bin ich Feuer und Flamme mit der Programmierung von eigenen kleinen Apps und Programmen, die mein Leben bereichern.

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