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Kompressionsrate und Kompressionsfaktor in der Informatik

Kompressionsrate, Kompressionsfaktor

Früher oder später wird man unweigerlich den Begriffen Kompressionsrate und/oder Kompressionsfaktor in der Programmierung in die Finger bekommen.
Oftmals wird das Thema der Kompressionsrate und des Kompressionsfaktors auch im Informatikunterricht in der Schule oder Uni behandelt.

Selbst wenn man „einfach nur“ eine ZIP-Datei erstellt wird man mindestens einem dieser Begriffe begegnen.
In vielen Fällen werden hier unterschiedliche Werte und Termini für ein und den selben Sachverhalt verwendet. Wir möchten in diesem Artikel gerne einmal mit diesen Begriffen hantieren und etwas Klarheit auf diesem Gebiet schaffen.

Die Kompressionsrate, der Kompressionsfaktor und manchmal sogar das Kompressionsverhältnis beschreiben allesamt das quantitative Verhältnis von komprimierten zu ihren äquivalenten unkomprimierten Daten.

Es geht bei diesen Begriffen also rein darum, zu beschreiben um wie viel bestimmte Daten in einer Kompression verkleinert werden konnten oder werden können.

 


Kompressionsfaktor:

Bei dem Kompressionsfaktor handelt es sich um den Wert, den man mit der Datenmenge der unkomprimierten Daten multipliziert, um auf die Datenmenge der komprimierten Daten zu gelangen.
Dieser Wert ist eigentlich immer kleiner als 1 oder 100%. Je kleiner dieser Wert ist, desto besser werden die Daten komprimiert.

Rechnung:

Kompressionsfaktor = DatenKomprimiert / DatenUnkomprimiert

Da: DatenUnkomprimiert * Kompressionsfaktor = DatenKomprimiert

 

Beispiel:

30 MB (Komprimierte Dateigröße) / 300 MB (Unkomprimierte Dateigröße) = 0,1 (Kompressionsfaktor)

Da: 300 MB * 0,1 = 30 MB

 


Kompressionsrate:

Bei der Kompressionsrate handelt es sich eigentlich um nichts anderes, als die Umkehrung der oberen Rechnung.
Die Kompressionsrate ist der Wert, den man mit der Datenmenge der unkomprimierten Daten dividiert, um auf die Datenmenge der komprimierten Daten zu gelangen.
Dieser Wert ist eigentlich immer größer als 1 oder 100%. Je größer dieser Wert ist, desto besser werden die Daten komprimiert.

 

Rechnung:

Kompressionsrate = DatenUnkomprimiert / DatenKomprimiert 

Da: DatenUnkomprimiert  / Kompressionsrate = DatenKomprimiert 

 

Beispiel:

300 MB (Unkomprimierte Dateigröße) / 30 MB (Komprimierte Dateigröße)  = 10 (Kompressionsrate)

Da: 300 MB / 10 = 30 MB

Marvin

Ich bin 23 Jahre jung und studiere zurzeit Wirtschaftsinformatik an der Georg-August-Universität in Göttingen. Ich bin ein Mensch, der sich neben der Programmierung noch für tausend andere Dinge interessiert, die mal mehr und mal weniger verrückt sind. Vor allem aber bin ich Feuer und Flamme mit der Programmierung von eigenen kleinen Apps und Programmen, die mein Leben bereichern.

2 Kommentare

*Pflichtfeld

  • Hm, habe gelernt, dass die Kompressionsrate in Byte/s angegeben wird und somit die Zeit der Kompression angibt.

    Der Kompressionsfaktor ist hingegen das, was oben als Rate angegeben wird!?

    • Hallo Markus,

      eine Rate ist in der Tat eigentlich immer eine Veränderung in Verbindung mit der Zeit.
      Bei der Kompression von Daten kann es natürlich auch sein, dass hier Kompressionsrate als beides zu verstehen sein kann. Persönlich habe ich es so gelernt, wie im Artikel beschrieben und auch im Netz findet man viele Einträge, die selbes schreiben. Ich lass mich aber gerne eines Besseren belehren und ändere den Artikel dementsprechend.

      Gruß,
      Marvin