Apps für Android programmieren leicht gemacht!
Google Cloud API-Key erhalten

Raspberry Pi – Google Cloud API-Key

In näherer Zukunft werde ich in Zusammenarbeit mit Tutorials-Raspberrypi.de ein paar Projekte veröffentlichen, in denen wir beide versuchen Projekte mit dem Raspberry Pi auch auf dem Smartphone verfügbar zu machen.

Essenziell für die Zusammenarbeit von Raspberry Pi und Android ist eine Kommunikation über das Internet.
Ob diese Kommunikation nun über ein lokales Netzwerk oder eine öffentliche Internetverbindung ist hierbei vorerst irrelevant.

Was uns als Entwickler für Android Apps allerdings die Arbeit etwas erleichtern soll ist die Kommunikation über den Google Cloud Messaging Dienst (kurz GCM).
Dieser GCM Dienst läuft über das Internet und benachrichtigt alle angemeldeten Android Smartphones über eine Nachricht und ein Thema, welches von unserem Raspberry Pi aus gesendet wurde.
Damit Google auch weiß, um welche Android App es sich handelt, die auf allen Android Geräten benachrichtigt werden soll, benötigen wir einen sogenannten API-Key.

 

Projekt erstellen:

Um unseren für das Projekt den spezifischen API-Key zu erhalten, müssen wir uns mit unserem Google Account auf https://console.developers.google.com/home/ anmelden.
Nun müssen wir ein Projekt erstellen. Dazu klicken wir oben links auf den kleinen Pfeil und wählen „Neues Projekt erstellen“.

Projekt erstellen

Wir geben dem Projekt nun einen passenden Namen.
Nach kurzer Zeit ist unser Projekt erstellt.

 

GCM aktivieren:

Standardgemäß ist der GCM Dienst nicht aktiviert, wenn wir ein neues Projekt erstellen.
Wir könnten den GCM Dienst nun manuell aktivieren, den API-Key erstellen lassen, uns für unsere spätere Android App einen Package Namen (dazu später mehr) ausdenken und eine später ebenfalls für die Android App benötigte Konfigurationsdatei erstellen.

Das ist doch viel zu umständlich.

Google bietet uns hier einen einfacheren Weg an.
Über den Link: https://developers.google.com/mobile/add?platform=android&cntapi=gcm ist es uns möglich all diese Dinge mit wenigen Klicks zu erledigen.

Wir klicken auf den kleinen Pfeil neben „App Name“ und wählen unser eben erstelltes Projekt aus (hier „Testprojekt“).

GCM erstellen

Nun müssen wir einen Android Package Namen eingeben. Dieser muss zur Android App passen und mit dessen Package Namen übereinstimmen.

Falls ihr noch nie eine Android App erstellt habt gibt es noch eine kurze Erklärung:

Der Package Name einer App ist gleich bedeutend mit einem Installationspfad unter Windows. Das heißt, dass zwei verschiedene Apps zwar den selben Namen haben dürfen, aber niemals den selben Package Namen, da nicht zwei Apps unter dem selben Pfad gespeichert sein dürfen.

Ein Package Name besteht meistens aus 3-4 Teilen, die jeweils mit einem Punkt getrennt werden.
[Ländercode (z.B. de)] . [Entwicklername] . [App Name] Ein Beispiel: de.droid_lernen.testprojekt
Ein Package Name darf dabei keine Großbuchstaben, Bindestriche, Leerzeichen, Umlaute oder Sonderzeichen enthalten.

Klickt anschließend auf „Choose and configure services“.
Hier wählt ihr Cloud Messaging und „Enable Google Cloud Messaging“ aus.

Nach wenigen Sekunden sollte euch eine Erfolgsmeldung angezeigt werden.
Speichert euch unbedingt den nun angezeigten Server API-Key unter.
Ihr werden diesen API-Key innerhalb eures Raspberry Pi Projektes benötigen.
Wie und wo ihr ihn einfügen müsst wird euch auf Tutorials-Raspberrypi.de erklärt.

Weiter geht es mit „Generate and configure files“.

GCM aktivierenAPI-Key

 

Zu guter letzt wird uns angeboten, dass wir eine JSON-Datei herunterladen können.
Diese ladet ihr bitte herunter und speichert sie an einem sicheren Ort ab, wir werden sie für unsere spätere Android App noch benötigen.

Marvin

Ich bin 23 Jahre jung und studiere zurzeit Wirtschaftsinformatik an der Georg-August-Universität in Göttingen. Ich bin ein Mensch, der sich neben der Programmierung noch für tausend andere Dinge interessiert, die mal mehr und mal weniger verrückt sind. Vor allem aber bin ich Feuer und Flamme mit der Programmierung von eigenen kleinen Apps und Programmen, die mein Leben bereichern.

6 Kommentare

*Pflichtfeld

    • Könntest du mir bitte einmal die Webseite sagen, auf der dies steht?
      In der Regel ist es so, dass die Google Cloud Konsole kostenlos nutzbar ist. Allerdings gewährt Google einem bei bestimmten Dingen nur ein gewisses Freikontingent oder verlangt direkt Geld. Diese Kosten fallen allerdings nur an, wenn man diese kostenpflichtigen Services auch nutzt.

      Beispielsweise bei der Google Speech API (Sprache zu Text) gibt es ein bestimmtes Kontingent. Hier ist zu beachten, dass diese API pro Anfrage natürlich rechenintensiver ist, als „nur“ einen Text zuzuschicken.

      Gruß,
      Marvin

      • Ich habe bei Google gelesen 15gb. Und 30Tage Testversion deshalb irritiert mich das so. Das speech brauch ich doch aber gar nicht für dieses Projekt. Wenn ich dieses Projekt realisiere sollten keine Kosten anfallen oder?

      • Hallo,

        wie bereits angesprochen.
        Die Google Cloud Platform vereint hunderte von Schnittstellen und Business-Services in einer Oberfläche.
        Die Nutzung der Cloud Platform Oberfläche an sich und vieler Schnittstellen (z.B. GCM) ist kostenlos.

        Wer mehr brauch, der muss auch zahlen.
        Deine angesprochenen 30 Tage Testversion für die Google Cloud Platform, sind in Wirklichkeit 60 Tage zum Ausprobieren der Business-Services.
        Darunter zählen zum Beispiel Datenbanken, Cloud Computing, Big-Data Analysen, Online Speicher und natürlich sind dort auch alle Schnittstellen integriert, die wir auch kostenlos nutzen können.

        Hier findest du mehr Infos zu den 60 Tagen Testversion: Free Trail
        Wenn du wissen möchtest, wie was berechnet wird, dann klicke hier: Pricing Calculator

        Ich kann natürlich nicht dafür garantieren, dass die Services nicht mal kostenpflichtig waren oder in Zukunft wieder kostenpflichtig werden, aber momentan musst du nichts bezahlen, wenn du dich an unsere Anleitung hältst.